Musik, Magie & Medizin
1. Teil
von Lutz Berger


Ärzte spielen bei Operationen Barockmusik vor, Musiktherapeuten holen Patienten aus dem Koma zurück. Im Seniorenheim gibt´s zwei Stunden vor dem Schlafengehen entspannende Musik und die neu eingewiesenen Herzpatienten staunten nicht schlecht, als sie täglich zwanzig Minuten beruhigende klassische oder populäre Musik anhören sollten. Der Erfolg?

Die einen litten weniger an postoperativen Symptomen und benötigten weniger Schmerz- und Beruhigungsmittel, die Senioren konnten besser schlafen und brauchten weniger Tabletten, die Herzpatienten freuten sich (im Vergeich zu den beiden Kontrollgruppen) über einen niedrigeren Blutdruck, weniger Streßhormone und einen ruhigen Puls. Musik aus der Apotheke, Bach statt Betablocker?

Engagierte MusikMediziner und -therapeuten können bei solchen Plattitüden nur gequält lächeln. So wie ihre Kollegen viele Jahre über Musik am Krankenbett gelächelt haben, frei nach dem Motto "schaden kann´s auf keinen Fall". Doch mittlerweile wird immer häufiger Musik vor, während und nach Operationen eingesetzt, bei Geburten und gynäkologischen Behandlungen, gegen Schmerzen, Herz-Kreislaufstörungen bis hin zum Schlaganfall. Neben dem reinen Musikhören sorgt auch die Musiktherapie (nur mit einem Musiktherapeuten möglich) für Interesse. Denn Musik im Klinikalltag ist relativ leicht zu handhaben, läßt sich problemlos mit andere Behandlungen kombinieren, ist weitgehend frei von Nebenwirkungen bei hoher Akzeptanz und knappen Kosten.

Ob gesund oder krank, jung oder alt, vom Mutterleib bis ins hohe Alter begleitet uns Musik, schafft Identität und überwindet Grenzen. Auch die zwischen Arzt und Patient, Krankheit und Gesundheit. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker ...

100.000 Patienten
Mit Musik kann man wieder rechnen. Das ist unter anderem Pionieren wie dem weltweit renommierten MusikMediziner Dr. Ralph Spintge, Vorsitzender der International Society of MusicMedicine, ISMM (siehe unten) und Anästhesist im Sportkrankenhaus Hellersen bei Lüdenscheid zu verdanken. Er und seine Kollegen können auf eine Reihe von beeindruckenden Studien verweisen. Praktisch angewendet, standardisiert und schriftlich beurteilt wurden verschiedene Musik-Programme und ihre Wirkung bei über 100.000 Patienten weltweit. Dr. Ralph Spintge:

"Musik ist als angst- und schmerzlösendes Therapeutikum inzwischen in die Klinische Medizin eingeführt. Dies war möglich, weil in klinisch-kontrollierten Studie, ähnlich denen, wie sie für Medikamentenprüfungen durchgeführt werden, nachgewiesen werden konnte, dass spezielle Musik den Anwendungskriterien eines Medikamentes genügen. Diese für jedes Medikament geforderten Anwendungskriterien ermöglichen es dem Arzt und Therapeuten, seiner Verrantwortung bezüglich Verträglichkeit, Sicherheit und Effektivität der von ihm angewendeten Therapie gegenüber seinem Patienten gerecht zu werden."

Zu den therapeutisch nutzbaren Wirkungen von Musik zählen die Herabsetzung der Muskelspannung, Senkung von Herzfrequenz und Blutdruck, Reduzierung des Streßhormonspiegels, Harmonisierung des Atemrhythmus, Senkung des Sauerstoffverbrauchs, Senkung des Stoffwechsels, reduziertes Schmerzempfinden, weniger Angst, Stärkung des Vertrauens usw. Dr. Ralph Spintge: "Diese therapeutischen Ergebnisse sind zuverlässig wissenschaftlich hinterfragt und überprüft. Die hier aufgeführten therapeutisch nutzbaren Effekte lassen sich allerdings nur dann erzielen, wenn der Einsatz von Musik mit mit situationsspezifischer Methodik und unter Beachtung entsprechender Indikationen, Kontraindikationen und Wirkungsweisen erfolgt."


5.000 Jahre Musik in der Medizin
Musik in der Medizin kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Ägyptische Priester setzten sie zur Heilung ein, assyrische Keilschriften berichten über Konzerte gegen böse Geister, entsprechende vedische Schriften reichen über 4.000 Jahre zurück, die chinesischen Tradition ist noch älter und im antiken Griechenland war der Heilgesang ein wichtiges Element der Medizin.

Den Höhepunkt der hellenischen Epoche bildete die Schule des Pythagoras im 6. vorchristlichen Jahrhundert. Nirgends, so ihr Credo, läßt sich der Zusammenhang zwischen Realität und Metaphysik besser erkennen als in der Musik. Die mathematischen Gesetze der Natur, der Musik und der
 Lamdoma - die pythagoräische Tafel
Auf den letzten Seiten der Geometrie des Boethius steht zu lesen, "dass die Phythagoräer eine Formel erdacht haben, die sie zu Ehren ihres Lehrers die "phythogoräische Tafel" nannten". Darin war ihr gesamtes musisch-harmonikales Wissen enthalten. Die Lambdoma-Matrix besteht aus zwei Serien, der waagrechten (die Unterteilung einer Seite, also der Obertonreihe, die von eins bis unendlich steigt) und der Senkrechten, die ihr Vielfaches und die Untertonreihe (in Form von Brüchen der gleichen ganzen Zahlen) abbildet. Thimus, der die einst verloren gegangene phythagoräische Tafel rekonstruierte, äußert sich über das Hören der Weltharmonie in folgenden Worten:
"Nur mittels des Gedanken und nur mit dem innerlichen Ohr eines gotterleuchteten Sinnes kann der unbeschreibliche Wohllaut dieser um ihrer Eindringlichkeit und Schönheit willen unendlich über jede menschlich-irdische Musik erhabenen Harmonie geahnt werden ... Ihre Klänge setzen sich zusammen aus dem Widerspiele und der Abstufung der in einer höheren Übereinstimmung harmonisch sich begegnenden und einigenden Kräfte, so wie aus der Verschiedenheit und dennoch festgeregelten Ordnung der durch die Wirkung und Gegenwirkung dieser Kräfte in bunter Mannigfaltigkeit nach dem Gesetze einer überaus musikalischen Zahl sich gestaltenden schnelleren oder langsameren, größeren oder kleineren, enger begrenzten oder in die äußerste Ferne tragenden Bewegung."
 

psychisch-physiologischen Disposition des Menschen stimmen überein und basieren auf ganzzahligen Verhältnissen, dem "Urphänomen der Tonzahlen". Diese Auffassung hat bis heute nichts an Faszination verloren. Zitat aus einem neophythagoräischen Diskussionsforum im Internet, 2.500 Jahre später:

"Die Klangtechnologien der Antike unterscheiden sich ganz erheblich von denen der Gegenwart. Auf Klang basierende Technologien verfügten über außerordentliche sakral-geometrische Qualitäten. Über die Geometrie blickt man allerdings bei den modernen Klangtherapietechniken gerne hinweg. Daher ist die globale Verbreitung von Klang zu Heilzwecken à la Antique den meisten Leuten völlig unbekannt."

Nicht so im Mittelalter, wo jeder Arzt Musik studierte. Das Studium der sieben Künste war für mittelalterliche Mediziner eine Selbstverständlichkeit und ab dem 13. Jahrhundert Pflichtfach. Dabei waren es vor allem die arabischen Ärzte, welche die Blütezeit der MusikMedizin begründeten und Heerscharen von Harfenspieler, Lautenschlägern und Trommler beschäftigten - und noch um 1650 schrieb der Leibarzt des portugiesischen Königs Johann IV., Edoardo Madeira Arrais: "Wir wissen aus täglicher Erfahrung, dass die Reichen und Vornehmen, wenn sie krank sind, Musiker bei sich haben". Doch nachdem die Reichen und Vornehmen allmählich ausstarben und der Walkman noch nicht erfunden war, trennten sich wenige Jahrzehnte später die Wege von Musik und Medizin.

Die zweite Renaissaince
Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts flackerte das (wissenschaftliche) Interesse wieder auf. Physiologische Untersuchungen belegten den Einfluß der Musik auf die Funktionen von Atem, Herz und Kreislauf, Gehirnwellen und limbisches System und die Forschung wartete mit einer Fülle neuer Fakten auf. Als besonders wirksam hat sich die Einbeziehung von Musik in folgenden medizinischen Bereichen erwiesen:

o Schmerzkontrolle
o Geburtshilfe
o Drogen- und Alkoholentgiftung
o Depressionen
o Komapatienten
o Herz-Kreislaufstörungen
o Beschleunigung postoperativer Heilungsprozesse
o Migräne
o Verminderung von Stress
o Geriatrische Behandlungen und Alzheimer
o Rehabilitationsmaßnahmen in der Physiotherapie
o Arbeit mit geistig Zurückgebliebenen
o Lernbehinderungen
o psychologische und psychiatrische Problemfälle

Wen wundert´s? War doch bereits für Novalis die Krankheit ein musikalisches Problem und der deutsche Biophotonenforscher Dr. Fritz Popp könnte: "sich Krankheit so vorstellen, dass falsche Schwingungen gespeichert sind. Wir wissen ja bereits, dass biologische Systeme die Eigenschaft haben, elektromagnetische Schwingungen zu speichern, und dabei könnten nun auch falsche Schwingungen auftreten, die hartnäckig im Organismus bleiben und zu Fehlregulation führen".

Bei aller Aufbruchstimmung: Ob Musik jemals wie ein Medikament wirken kann, ist mehr als fraglich. MusikMediziner und Ärzte sehen daher die Grenzen der Musik im klinischen Alltag eher eng gesteckt und sind entsprechend vorsichtig (die Wissenschaft ist ein träger Tanker). Weit vorsichtiger als die zahlreichen Klangpioniere, von ihnen wird im zweiten Teil dieses Artikels noch die Rede sei, die nicht den steinigen Weg klinisch kontrollierter Doppelblindstudien gehen müssen und die Evolution der Klangkraft von der Perspektive der Zukunft aus entrollen können. Daher wird hier und heute die Musik in erster Linie als adjuvante (begleitende) Therapieform eingesetzt; durchaus mit Fortune und wachsendem Erfolg.

Dennoch bleiben viele Fragen offen. Trotz Endorphinausschüttung und rhythmischer Synchronisierung - nicht alles ist erklärbar. Musik hat magische Momente, spricht die Seele an - und sie geht ins Blut. Das liegt am Rhythmus und das erkannten bereits die MusikMediziner von Johann Strauß bis Chuck Berry: Schuld war nur der Bossanova.

Chronobiologie und Körperrhythmen
Unterliegen doch alle Funktionen unseres Körpers einem Rhytmus, der sich aus der Anpassung an die die Tages - und Jahreszeiten, Mondphasen und Gezeiten entwickelt hat. Ob Wachstum oder Fortpflanzung, Schlafen oder Wachen, Hormonspiegel, Körpertemperatur und Hörvermögen, wir ticken im Takt kosmischer Bio-Uhren. Da wundert es nicht, dass auch Krankheiten ihren Rhythmus haben: Asthmaanfälle häufen sich in der Nacht, Herzinfarkte überwiegend zwischen zehn und zwölf Uhr mittags, Hirninfarkte bevorzugen die Zeit um drei Uhr nachts und Unfälle ereignen sich zwischen drei und vier Uhr morgens mit sechzehnfacher Häufigkeit - auch wenn die meisten Fahrer zuvor acht Stunden schliefen!

Der Mediziner Prof. Dr. Gunther Hildebrandt gründete die Europäische Gesellschaft für Chronobiologie, war viele Jahre lang Vizepräsient der Internationalen Gesellschaft für Chronobiologie und schreibt: "Die Ergebnisse der modernen Chronobiologie und Chronomedizin haben gezeigt, dass der menschliche Organismus nicht nur eine komplizierte Raumgestalt besitzt, sondern auch über eine hochdifferenzierte Zeitgestalt verfügt, die aus zahlreichen rhytmischen Zeitstrukturen aufgebaut ist."

Die Chronobiologie unterscheidet drei Bereiche. Die langwelligen Tages, Wochen-, Monats- und Jahresrhythmen entsprechen unserer gesellschaftlichen, planetaren und kosmischen Umwelt. Sie haben vorwiegend synchronisierenden Einfluß auf den Körper, dienen dem Stoffwechsel und ordnen Aufnahme, Verdauung, Sekretion und Energiespeicherung. Die kurzwelligen endogenen und autonomen Funktionsschwankungen haben keinen direkten Bezug zum Rhythmus unserer Umwelt und die schnellsten unter ihnen, die nervlichen Aktivitäten, arbeiten in einer hektischen Zukunftsbranche: Ihr Job ist die Aufnahme, Weiterleitung und Verarbeitung von Information. Im mittleren Bereich schließlich liegen Atmung, Herz und Kreislauf, die polaren Funktionsprinzipien des Lebens. Hier, zwischen EEG und EKG, zwischen 1 und 10 Hz treffen wir auf Atmung, Puls, Motorik - und die typischen Tempobezeichnungen wie Largo, Presto oder Techno.

Dr. Ralph Spintge führt "die klinische Arbeit zu der Annahme, dass der Rhythmus das effektivste musikalische Element darstellen könnte". Bereits 1939 konnte Erich von Holst nachweisen, dass zwei Prinzipien die physiologisch-rhythmischen Phänomene steuern: der Magneteffekt und die Überlagerung. Darüberhinaus ist bekannt, dass sich Störungen und Krankheiten durch einen Verlust von Rhythmus auszeichnen; wobei das Bindeglied zwischen Klang und Körper das wechselseitiges Einschwingen (entrainment) ist: Treffen zwei Rhythmen aufeinander, gibt meist einer nach und der andere übernimmt die Führung. Ohne weiter auf die "Kontrollprobleme neurovegetativer Mechanismen über die interne physiologische Rhythmizitäten" einzugehen: im Rhythmus liegt ein wesentlicher Schlüssel zur Wirkung von Musik.

Nicht nur heute und im Westen: Die ayurvedische Musik gibt exakte Vorgaben, auch was Tonart, Tempi und Rhythmus angeht, ebenso wie die chinesischen MusikMedizin (mehr darüber in der nächsten Ausgabe) und als Erben des arabischen Wissens auch die Sufis, wie Hazrat Inayat Khan anführt: "Die Gesundheit wird dadurch wieder hergestellt, dass man das Wesen der Beschwerden anhand des Rhythmus und des Tons des menschlichen Körpers feststellt und den Körper durch Rhythmus und Ton reguliert, indem man sie so gut wie möglich in das richtige Verhältnis bringt. Um durch Musik zu heilen, muß man wissen, was der andere braucht, was er will. Dann erst, wenn man dem allem nachgegangen ist, kann man dem Patienten mit Hilfe der Musik viel Gutes tun."

Hören und Zu-hören
Das will auch Tim Wheater. Er lernte das Popgeschäft ausgiebig von innen kennen - zum Beispiel in der Vorgruppe der Sex Pistols - ehe er sich den heilenden Schwingungen der Musik verschrieb. Aus seinem Plädoyer für das wache Ohr: "70% aller Geräusche, die uns umgeben, sind maschineller, von Menschen erzeugter Natur, so viel wie noch nie in der Geschichte. Wir sind gezwungen, uns davor zu schützen, doch das gelingt nur um den Preis, dass wir unser Gehör von innen abstumpfen. Damit dämpfen wir aber zugleich das, was wir im Inneren hören können. Von daher ist der erste Schritt beim Versuch, mit Klängen zu heilen, die Wiederaneignung der Fähigkeit zu hören, nach innen, wie nach aussen. Was spricht in dir lauter, wenn die äußeren Geräusche leiser werden? Man wird empfänglich für Schwingungen, man hört sich selbst mal wieder zu."

Gute Idee. Zwar kann uns Musik beeinflussen, auch ohne dass wir richtig zuhören, doch die bewußte Konzentration verstärkt die Wirkungen beträchtlich. Wenn Hören eine angeborene Fähigkeit ist, zu-hören will gelernt sein! Ein Ohr, das Zuhören kann, macht sich offen für die gesundheitsfördernden Schwingungen und Informationen der Musik. Dazu muß man mit der Kunst des Zuhörens vertraut sein, besteht hier doch ein großer Unterschied.

Unter Hören verstehen wir meist das passive Wahrnehmen von akustischem Input. Sobald wir aber Zuhören oder hinhören, passiert etwas erstaunliches: wir fokussieren unsere Aufmerksamkeit auf etwas bestimmtes. Im "Buch der Könige" gibt es dazu eine passende Passage: Es kam ein furchtbarer Sturm auf, der die Berge zerriß und die Felsen zerbrach - aber Gott schwieg. Nach dem Sturm kam ein Erdbeben, das die Städte und Felder verwüstete - aber Gott schwieg. Nach dem Beben kam ein Feuer, das alles verbrannte - und Gott sprach immer noch nicht. Nach dem Feuer kam die Stille. Und im Rauschen der Stille - da sprach Gott. Um also ihn (und uns) zu hören, bedarf es des Zuhörens: eine Fähigkeit, die wir verfeinern können (siehe Kasten) und eine der wichtigsten Voraussetzung für den musikalischenn Erfolg.

Entspannende Kriterien
Eine andere ist die richtige Musikauswahl. Wie hört sich therapeutische Musik an? Welche Stücke sind geeignet und wie könnte eine "therapeutisch wirksame" Komposition aussehen? Darauf gibt es unterschiedliche Antworten, häufig steht an erste Stelle der persönliche Geschmack. Das macht Mut - und deshalb beschränken sich die folgenden Kriterien auf (entspannende) Elemente, nach denen Sie zuhause Ihre CD-Sammlung durchgehen und zu einer musikalischen Hausapotheke ausbauen können. Zunächst:

"Sedierende und entspannende Musik orientiert sich am menschlichen Herzen, am ruhigen, relaxten Puls. Sedierende Musik ist insgesamt deutlich ruhiger und harmonischer, mit leichten, fließenden Melodien. Man muß nicht gleich einschlafen dabei, aber diese Musik fördert gezielt Gefühle wie innere Ruhe, Entspannung und Zufriedenheit ... Patienten, die ernsthaft krank sind, brauchen eindeutig seditative Musik, Stücke wie zum Beispiel Bachs "Air, Pachelbel "Canon in D", Haydn "Cello Concerto in C", Debussy "Claire du Lune" oder beruhigende Musik nicht-klassischer Stilrichtungen."

Schreibt Helen Bonny, Entwicklerin von GIM (Guided Imagary Music) und eine der Doyen der amerikanischen Musiktherapie. GIM arbeitet mit Musik von Tonträgern; weniger als Mittel zur Entspannung, sondern um die Vorstellungskraft (Imagination) zu stimulieren und zu unterstützen. Über die Bilder, die beim Hören auftauchen, sprechen sich anschließend Klient und Therapeut gemeinsam aus. Die Hamburger GIM-Trainerin Carola Maack: "Klassische Musik ist dafür besonders geeignet. Sie bietet einen breiten Rahmen; sie baut nicht nur Spannungen ab oder auf, sondern bietet beides; und sie kann Emotionen widerspiegeln und unterstützen. Bonny und Tansill (1977) schreiben: "Pop, Rock und Jazz führen die Aufmerksamkeit des Zuhörers meistens zur Musik selbst. Sie leiten meist nicht zu einem Erleben der eigenen Person."

Therapeutische Musikauswahl
Edith Lecourt beschreibt in "Möglichkeiten der Entspannungsübungen, Tiefenentspannung und Beruhigung mit Musik einschließlich der Audioanalgesie" folgende Grundsätze der klassisch-therapeutischen Musikauswahl: Dauer der Musikstücke zwischen drei und zwölf Minuten. Viel niedrige und wenig hohe Frequenzen sind für eine tiefe physiologische Entspannung geeigneter als hochfrequente, luftige Musik, die sich eher für eine leichtere Entspannung eignet. Um Spannung abzubauen, empfiehlt Edith Lecourt nachdrücklich Tempo 56 einzuhalten, "nicht 54 und auch nicht 58 (Metronom)". Musik zur Entspannung ist meist einförmig, enthält jedoch häufig Kontrasteffekte und führt von Spannung, Agression und Ängstlichkeit langsam zur Entspannung.

P. Raux schreibt in seiner Dissertation über die "musikalischen Schmerzprophylaxe und Beruhigung" , daß: "Solo-Konzerte stärker als Symphonien wirken, sich also die langsamen Sätze wie Andante, Adagio, Largo am besten dafür eignen. Für den Entspannungseffekt steht an der Spitze der geeigneten Instrumente die Oboe, dann folgen das Klavier, das Cello, die Violine, die Klarinette und die Orgel. Gesang ist manchmal dem Entspannungseffekt abträglich, das Instrument sollte bei jedem Musikstück ein anders sein. Zwischen den Musikstücken muß eine kleine Pause von etwa zehn Sekunden eingelegt werden, die folgenden Tonarten sind am wirkamsten: C-Dur, D-Dur, B-Dur und F-Dur. Klavier, Gitarre und Harfe können auch solo gespielt werden, für andere Instrumente ist das Orchester besser ..."

Und in einer Notiz über die musikpsychologischen und ästhetischen Charakteristika musikmedizinisch geeigneter Stücke stellen Dr. Ralph Spintge und Dr. Roland Droh fest, dass "die Dauer eines einzelnen Musikstückes acht Minuten nicht übersteigen und nicht unter zwei Minuten liegen sollte. Der Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Stücken darf maximal acht Sekunden betragen ... langsames Tempo, einfache und vertraute Strukturen, geringe Dynamik, wenig melodische Kontraste, einfache Harmonien und Rhythmen bei Vermeidung von Eintönigkeit machen diese Effekte im Bereich anxiolytischer Musik möglich ..."

Unterhalt statt Unterhaltung
Stimmen die Zutaten und hört man richtig zu, dann ist Musik weit mehr als Unterhaltung. Wie weit das geht, zeigt die neurophysiologische Forschung: Das elektrische Potential, hervorgerufen durch Töne, Klänge und Geräusche, wird über eine Reihe von Nerven teils zum Großhirn weitergeleitet (das die höheren Funktionen des Bewußtseins steuert). Andere führen ins Hörzentrum (wo sie als Klänge und Geräusche interpretiert werden), wieder andere leiten ihr elektrisches Potential an das Kleinhirn, das Körperbewegung und den Gleichgewichtssinn kontrolliert. Von dort aus geht es weiter in das limbische System, das unsere Gefühle, die Ausschüttung von Hormonen und anderen biochemischen Stoffen, steuert. Musik - Unterhaltung oder Unterhalt?

Der Hamburger Musikpsychotherapeut Professor Hans-Helmut Decker-Voigt empfiehlt "über diesen Wort- und Sinnzusammenhang immer dann nachzudenken, wenn von Unterhaltung die Rede ist. Ein großer Teil dieser Unterhaltung ist nichts als (überflüssige) Reizüberflutung, ihr Keim jedoch lebensnotwendiger Unterhalt."

Musiktherapie in Deutschland
Womit wir beim zweiten Schwerpunkt wären, der akademischen Musiktherapie. Das sie ein Kapitel für sich ist, hat viele Gründe. Einer davon sind die Musiktherapeuten. Sie zerfallen in zwei Lager: In die rezeptive (früher fast ausschließlich eingesetzt) und die aktive Musiktherapie. Letztere setzt auf Musikmachen in Verbindung mit Bewegung, Tanzen, Malen, Zeichnen und anderen künstlerischen Tätigkeiten und ist psychotherapeutisch unterwandert. Musiktherapie war in Deutschland laut "Spiegel" im internationalen Vergleich lange eine Nachzüglerin - eine Spätfolge der Ächtung und Vertreibung der Tiefenpsychologie durch die Nazis. Doch inzwischen hat sie ihren Rückstand aufgeholt.

Fünf Hochschulen und Fachhochschulen bieten hierzulande die Ausbildung zum Musiktherapeuten an. Die meisten Absolventen arbeiten in Kliniken, nur eine Minderheit läßt sich mit einer eigenen Praxis nieder. Der Grund: die Kassen zahlen nur für Verhaltens- und Psychotherapie, angesichts der Qualifikation und Erfolge der Musiktherapeuten ein ganz klares Foul. Doch angesichts leerer Kassen und umstrittener Studien bleibt die öffentliche Hand fest auf dem Deckel. Für Prof. Christoph Schwabe, den Entwickler der regulativen Musiktherapie, ist das "kein Wunder, dass die Kassen sagen: hört mal zu, wenn ihr euch nicht selber einigen könnt, was Musiktherapie eigentlich ist, was wollt ihr dann von uns erwarten?"

Gute Frage. Denn angesichts der babylonischen Sprachverwirrung von Musik in der Medizin, MusikMedizin, funktionaler Musik, aktiver Musiktherapie, rezeptiver Musiktherapie, regulativer Musikktherapie, Musikpsychologie und Musikpsychotherapie zeigt sich nicht nur der Laie irritiert. Egal, was man darüber schreibt, irgendjemand tritt man immer auf die Füße.

Oben oder unten?
Musiktherapie ist schwer einzugrenzen und noch schwerer zu definieren. Ihre Wurzeln liegen irgendwo zwischen Medizin, Psychologie, Pädagogik und Sonderpädagogik; die klinischen Anwendungsgebiete im Bereich psychoneurotischer Störungen, in der Psychosomatik und bei psychotischen Erkrankungen (um nur einige zu nennen). Sie setzt in erster Linie auf das aktive Musikmachen, den direkten musikalischen und verbalen Dialog zwischen Patient und Therapeut. Ein anderes Bild ergibt sich, wenn man sich in der angloamerikanischen Literatur umschaut. Musiktherapie, ein deutscher Sonderweg?

Sabine Rittner kennt diese Probleme. Die Musikpsychotherapeutin, Atem-, Stimm- und Sprachtherapeutin, Musikpädagogin, Sonderschullehrerin und Mutter, arbeitet in der Abteilung Psychotherapie und Medizinische Psychologie an der Psychosomatischen Universitätsklinik Heidelberg (eines der schönsten Institute in Deutschland) und erinnert sich noch: "sehr plastisch an meine ersten Stunden in sog. "Einzelimprovisation" bei Herrn Prof. Eschen, Mitte der siebziger Jahre am Beginn meines Musiktherapie-Studiums an der Hamburger Musikhochschule: Ein schmaler, sehr kleiner Raum, ein Klavier und die rituelle Frage von Herrn Eschen: "Frau Rittner: Möchten Sie heute oben oder unten spielen?" Es standen uns außer dem Klavier keine weiteren Instrumente zur Verfügung. Etwas verängstigt, was denn nun hier passieren solle, wartete ich auf irgendwelche Hinweise, an denen ich mich orientieren könnte. Damals war uns allen unklar: Ist das hier Therapie, ist das Selbsterfahrung, ist das Unterricht im freien Improvisieren, noch etwas anderes oder von allem ein bißchen ? In dieser Situation irgendeinen Halt suchend, zog ich mich anfangs erst einmal am Klavier auf das Erlernen von improvisatorisch nützlichen Spielfloskeln zurück - sicher ist sicher."

Musiktherapie
Inzwischen hat sich viel getan, und abgesehen von akademischen Streitereien hat die Musiktherapie fest Fuß gefaßt. Immer mehr Kliniken leisten sich einen fest angestellten Musiktherapeuten und überlegen häufig, einen zweiten einzustellen. Wer heilt, hat recht und immer öfter kann man hören, dass sich Musiktherapeuten ganz einfach rechnen. In Rom arbeitet Jürgen W. Weckel erfolgreich am Ospedale di Riabilitazione, Santa Lucia, mit komatösen Patienten. Er hat sein Diplom aus Witten-Herdecke, einer der ersten Adressen für Musiktherapie in Deutschland. Jürgen Weckel:

"Seit über einem halben Jahr ist Massimo im apallischen Syndrom. Seine Augen hat er geöffnet, aber er fixiert nicht - mit seinem starren Blick scheint er seine Umwelt nicht wahrzunehmen. Während der Musiktherapie stehe ich am Bett von Massimo. Meine Hand liegt auf seinem Brustkorb, der sich rhythmisch mit dem Atem hebt und senkt. Ich konzentriere mich auf Tempo, Rhythmus, und Dynamik seines Atmens und beginne leise eine improvisierte Melodie zu Summen. Sein Atem wird tiefer und langsamer. Einige Minuten später schließt er für einen kurzen Augenblick seine Augen. Als er sie wieder öffnet, schaut er mir tief in die Augen. Zum ersten Mal nach dem Trauma nimmt Massimo Blickkontakt mit seiner Umwelt auf."

Dr. Lutz Neugebauer und Prof. David Aldridge aus Witten-Herdecke zeigten Videos von therapeutischen Sitzungen, bei denen mir die Tränen kamen. Apallisches Syndrom, das liest sich so sachlich-nüchtern, doch dahinter stehen Menschen, Schicksale, Verwandte und Familien, ein Schwanken zwischen Aufgeben und Hoffnung. Solche musiktherapeutischen Erfolge lassen natürlich aufhorchen und machen sie für den Klinikalltag interessant. Für die Patienten sowieso, denn Musik macht Mut und berührt die Seele. Professor David Aldridge von der Universität Witten-Herdecke betont deshalb, "dass die Stärke der Musiktherapie darin liegt, dass sie die Individualität fördert und einzigartige Möglichkeiten zum Ausdruck und für die Entwicklung klinischer Expertise bietet. Sie birgt jedoch in sich Gefahr, dass sich Gruppen bilden, die so überzeugt von ihrem eigenen Ansatz sind, dass sie glauben, alle anderen sollten in gleicher Weise arbeiten, und versuchen, Standards zu diktieren. Dieser Entwicklung hin zu "Standesidentitäten" ist die eigentliche Gefahr der postmodernen Gesellschaft."

Kondratieff-Zyklus Gesundheit
Wohin geht der Trend der nächsten Jahren? In Richtung Gesundheit, sagt der Wirtschaftswissenschaftler und Experte für Informationstechnologogie Leo Nefiodow aus Köln, und meint damit die individuelle, kollektive und - planetare Gesundung. Er beruft sich auf die Kondratieff-Zyklen, soziochronologische Wellen von mehreren Jahrzehnten Dauer, die der russische Wirtschaftswissenschaftler Nikolai Kondratieff erstmals postulierte. Kondratieff-Zyklen beginnen mit einer Basis-Innovation, welche die Wirtschaft und Gesellschaft die anschließend für mehrere Jahrzehnte bestimmt. Der nächste, so Leo Nefiodow, ist die Megabranche Gesundheit.

Innovationen aus der Medizintechnik, funktionale Ernährung, Krankendienste und neue Psychotechniken sollen für einen ungewohnten Aufschwung von Körper, Geist und Seele sorgen, für eine "weitgehende Reorganisierung der Gesellschaft" - und in diesem Kontext hat Musik sicher eine Zukunft. Wenn immer mehr Menschen ihre Gesundheit in die eigenen Hände nehmen (müssen), werden sie eher zu einer Mischung aus Entertainment und Gesundheit greifen, als zu bitteren Pillen und langweiligen Kursen. Und wo bitte steht, dass Medizin möglichst kompliziert, ungenüßlich, lieblos, ineffektiv, teuer, einfarbig und unmusikalisch daherkommen muß?

Zwischen Genesungsoper und vibrationaler Medizin
Stellen Sie sich vor, Sie wachen auf und es gibt eine Zukunft! Europa mag darüber jammern oder jubeln: Tatsache ist, dass ein west-östliches Innovationsgefälle existiert und dass Neuerungen aus Psychologie, Technologie und Heilkunst hier erst dann beachtet werden, nachdem sie in den USA, bevorzugt an der Pazifik-zugewandten Seite, ihre Embryonalphase bereits durchlaufen haben. Dort ist es beinahe selbstverständlich, dass Heilung und Kunst schon wiedervereinigt, Forschung und Hedonismus einander nicht mehr fremd sind, und dass Therapie ein Konzertereignis sein kann, bei dem Musik und Körper nichts anderes zu tun haben, als sich an ihren gutgestimmten Klängen zu erfreuen.

Micky Remann über seinen Besuch der "Power of Sound"-Konferenz in Hawaii, "einem Pioniercamp aus Weisheit, Forschung, Improvisation und Intuition. Im entgegengesetzten Falle wähnt man sich einer metaphysischen Konfettiparade ausgeliefert, deren Schnipsel ebenso hell glitzern wie sie schnell vergehen. Kunst ist es aber allemal und als solche meist packender als Vernissagen in Düsseldorf oder Wuppertal. Fest steht, dass sich eine wachsende Riege von Musikern hervortut, die an der Schnittstelle zwischen Klang und Heilung so brennend interessiert ist, wie man es zu anderen Zeiten an der Verbindung zwischen Kunst und Revolution war. Die Zielgerade dieser Crossover-Bewegung dürfte irgendwo zwischen Genesungsoper und vibrationaler Medizin verlaufen."

In diesem Szenario werden sich Profi-Performer, Klangschamanen und DJ-Doktoren in Zukunft als neuartige Dramaturgen der Gruppenresonanz zu bewähren haben, wenn sie unseren Medizinmännern in Weiß wirklich Paroli bieten wollen. Darüber und über die innovativen Klangtechniken jenseits der wissenschaftlichen Akzeptanz geht es in Teil 2




Weiterführende Informationen:

Internationale Gesellschaft für
Musik in der Medizin (ISMM)

Dr. Roland Droh & Dr. Ralph Spintge
Direktoren

Paulmannshöher Straße 17
58515 Lüdenscheid
Tel.: 02351 - 945 2260 (nachm.)
Fax: 02351 - 945 17

Die Internationale Gesellschaft für Musik in der Medizin (International Society for Music in Medicine, ISMM) wurde im Jahre 1982 anläßlich des ersten internationalen Symposiums zum Thema "Angst, Schmerz und Musik in der Anästhesie" gegründet. Mitglieder sind Ärzte, Wissenschaftler und Institutionen aus Europa, Nordamerika, Südamerika, Asien und Australien. Alle befassen sich wissenschaftlich, künstlerisch oder praktisch-klinisch intensiv mit medizinischen Anwendungen von Musik. Die Gesellschaft ISMM bietet die organisatorische Basis für einen fach- und kulturübergreifenden Austausch von Konzepten, Erkenntnissen und Erfahrungen zu wissenschaftlichen Grundlagen und praktisch-klinischen Anwendungen von Musik in der Medizin.

Das regelmäßig herausgegebene Fachorgan des Gesellschaft ISMM ist das "International Journals of Arts Medicine IJAM (MBB Music Inc., St. Louis, USA)". Mehrere Sammelbände zu den Symposien der Gesellschaft haben sich zu echten Klassikern für alle, die sich für MusikMedizin interessieren, entwickelt. Weltweit einzigartig ist auch "CAIRSS for Music", eine musiktherapeutisch-medizinische Datenbank (telnet utsa.edu). Von Prof. Charles T. Eagle gegründet und von ihm (und Prof. Donald A. Hodges) betreut, liegen allein aus den Jahren 1980 bis 89 über 4.000 Artikel in 23 Sprachen vor, perfekt nach Stichworten, Autoren, Topics etc. geordnet.



Eine Reihe von Kliniken und Kurkrankenhäusern, die Musik gezielt zur Therapieunterstützung und Regeneration einsetzen:

Krankenhaus für Sportverletzte Hellersen

Hardtwaldklinik Zwesten

Onkologische Klinik Großhadern

Städt. Krankenhaus München-Bogenhausen

Universitätsklinik Ulm, Abt. Psychotherapie

Universitätsklinikum Rudolf Virchow Berlin

Curschmann Klinik Timmendorfer Strand

Medizinische Hochschule Hannover

Kreisspital Brig/Schweiz



Kontaktadressen für Musiktherapie:

Deutsche Gesellschaft für Musiktherapie (DGMT) e.V.
Geschäftsstelle, Postfach 440550, 12005 Berlin

Berufsverband Deutscher Musiktherapeuten (DBVMT) e.V.
Prof. Susanne Metzner, Schulstraße 7a, 22926 Ahrensburg

Berufsverband Klinischer Musiktherapeuten (BKM) e.V.
Geschäftsstelle Silke Joachims, Claudiusring 4i, 23566 Lübeck

Staatlich anerkannte und private Aus- und Weiterbildungen
in Musiktherapie können über die Adresse der
Deutschen Gesellschaft für Musiktherapie e.V. erfragt werden.

Musiktherapie - Zeitschriften:
Musiktherapeutische Umschau
Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für Musiktherapie e.V.
Geschäftsstelle, Postfach 44 05 50, 12005 Berlin

 

Das Genießen von Musik (auch unter widrigen Lebensumständen) läßt sich leicht trainieren. Die "Kleine Schule des Genießens" bietet eine Reihe von Tips, um die besten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Musikhören zu schaffen

  1. Zeit nehmen für die Musik
  2. Sich die Erlaubnis geben, Musik zu hören
  3. Die persönlichen Musikerfahrungen berücksichtigen
  4. Musik nicht "nebenbei" geniessen
  5. Sich auf den eigenen Musikgeschmack verlassen
  6. Dem Musikgenuß einen Platz im Alltag geben
  7. Die Voraussetzung für Genuß ist Selbstbeschränkung
  8. Abspannen und Schmerz lindern durch Musik-Genuß
aus: Lutz, R. (1983). Genuß und Genießen. Weinheim: Belt
 

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